Was speichert die Schufa

credits: Martin Bergien / pixelio.de

Diese Frage wird immer heiß diskutiert. In den letzten Jahren wurden die Daten, die von der Schufa erfasst werden, ständig erweitert und in den Prüfungsprozess einbezogen. Alles verläuft automatisch.

Wenn ein Bürger in Deutschland umzieht und sich ummeldet, ist die neue Adresse bereits 1 – 2 Tage später in der Schufa eingetragen. Die Meldebehörden machen einen automatisierten Meldeprozess an die Schutzgemeinschaft.

Welche Daten die Schufa (noch nicht) speichert

Das „noch nicht“ wurde absichtlich eingefügt. Auf EU-Ebene wird derzeit eine Lockerung für Auskunfteien erörtert. Demnach könnte die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung künftig wesentlich mehr Daten speichern und verwerten. Immerhin sind Daten das Gold der Zukunft. Aktuell werden aber derzeit keine Daten zum Arbeitgeber, den Familienstand, dem Einkommen oder dem Vermögen gespeichert. Interessant ist aber, dass gerade diese Punkte wichtig wären für eine Bonitätsbewertung. Ohne diese ist der Score Wert der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung nicht wirklich etwas wert. Doch kommen wir zu dem wichtigen Punkt.

Welche Daten speichert die Schutzgemeinschaft

Zunächst werden alle persönlichen Daten erfasst. Ein Abgleich mit den Meldebehörden erfolgt. Dazu gehören Namen, Vornamen, Anschrift, Geburtsdatum und die Voranschriften (in der Regel die letzten 3). Teilweise werden dabei auch die Daten aus dem Ausland erfasst, wenn die Person dort zuvor wohnte.

Zusätzlich werden alle Daten zu Zahlungsverhalten und Verträge gespeichert. Das funktioniert aber nur, wenn der Vertragspartner auch alle Daten übermittelt. In Deutschland sind der Schufa mittlerweile aber alle Händler und Dienstleister angeschlossen bzw. über eine andere Auskunftei, die dann wieder an die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung melden. Also werden Daten wie Bankkonten, Kreditkarten. Dispo, Mobilfunk, Leasingverträge, Ratenzahlungen, Bürgschaften, Vollstreckungsmaßnahmen usw. direkt erfasst. Ebenso die Vorgänge zu dem Zahlungsverhalten, die mit diesen Daten entstehen. Laufzeit von Krediten, Kontokündigungen und Missbrauch, Zahlungsstörungen und Sonstiges.

Zwangsvollstreckungen gehen an die Schufa

Die üblichen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wie Mahnbescheide, Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung (EV) und der Haftbefehl zur Erzwingung der EV werden ebenfalls in der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung erfasst.

Das gilt auch für die Verbraucherinsolvenz, die Regelinsolvenz und die Abweisung solcher Verfahren.

Mit diesen und den Daten zum Alter, den Wohnort, wird dann der Score Wert automatisiert erstellt, der mehrmals im Jahr –zu festen Terminen- erneuert wird. Der Score Wert ist der Wert, mit dem die Zahlungsfähigkeit –also die Bonität- einer Person bemessen wird. Dieser wird dann mit anderen Personen –die Ähnlichkeiten aufweisen- vergleichen. Die Abfrage kann jeder erhalten, der ein berechtigtes Interesse hat. Siehe hierzu auch Schufa Klausel.

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